Harry Potter Blogparade – Beitrag zu „Harry Potter und die Magie des Lesens — Wie Harry Potter Kinder zu Lesern macht“

Harry Potter Blogparade – Beitrag zu „Harry Potter und die Magie des Lesens — Wie Harry Potter Kinder zu Lesern macht“

September 20, 2018 Aus Von admin

Werbung |Rezensionsexemplar

Im Zuge des 20. Geburtstags der Harry Potter Buchreihe lädt der Carlsen-Verlag zu einer sogenannten Blogparade ein und ich dachte mir, da nimmste mal Teil :-D!

Unter dem #20yearsofmagic oder auch unter https://www.carlsen-harrypotter.de/blog/blogparade-harry-potter-und-die-magie-des-lesens findet ihr allerlei Informationen dazu.

Aber nun erst einmal zum Wesentlichen, nämlich Harry Potter. Was steckt eigentlich hinter diesem Jungen mit der blitzförmigen Narbe und der runden Brille? Wie hat J. K. Rowling, eine einzelne Frau, so ein komplexes und wunderschönes Universum erschaffen können, in das Millionen von Menschen auf der ganzen Welt tagtäglich eintauchen?!
Harry Potter ist und bleibt höchst populär, sei es in den Medien, im Merchandise-Handel oder im heimeligen Wohnzimmer. Aber wie fing die Harry Potter-Leidenschaft bei jedem einzelnen „Potterhead“ an? Ich erzähle euch heute mal vom Beginn meiner Never-Ending-Lovestory zum Goldenen Trio!

Alles begann im Jahr 2000. Der vierte Band der Harry Potter Reihe erschien und mein Opa dachte sich, das könnte vielleicht etwas für das Enkelkindchen sein. Immerhin war ich jedes Jahr in den bis dahin erschienen Harry Potter-Filmen und Bücher habe ich schon als Kind geliebt. Also bekam ich von ihm und meiner Oma in den Sommerferien Band Vier — Harry Potter und der Feuerkelch — geschenkt. Bei einem Bummel durfte auch Band Zwei: Die Kammer des Schreckens, mit zu klein Bella nach Hause. Bis heute vermute ich, dass beide nicht wussten, dass Harry Potter eine sich aufbauende Geschichte ist und ich vielleicht erst einmal Band Eins hätte lesen sollen :-D. Aber im Nachhinein ist das überhaupt nicht schlimm gewesen! Die Sommerferien waren um, beide Bücher thronten ab sofort in meinem Bücherregal und das für ganze weitere zwei Jahre. Ich fand einfach keinen Zugang zu den Büchern. Kapitel Eins des Feuerkelchs wollte mich einfach nicht so recht in seinen Bann ziehen und solch dicke Bücher hatte ich zuvor auch noch nie gelesen. Ich denke, dass die Sommerferien im Jahr 2003 dann die Zeit gewesen sein muss, in denen mir die Tomaten von den Augen rutschten. In diesem Sommer verbrachte ich mitunter viel Zeit mit meinen Eltern im Garten. Bevor wir von Zuhause Richtung Gartendomizil aufbrachen, wollte ich mir noch Schmökerstoff mitnehmen und meine Augen blieben am Feuerkelch hängen. Ich dachte mir, na komm, nimmste mal mit. Probierste es halt nochmal. Im Garten angekommen machte ich es mir in der Hängematte am Teich gemütlich und begann, die ersten Seiten des Romans zu lesen. Ein magischer Moment! Plötzlich baute sich vor mir eine zauberhafte Welt auf, voll Tiefgang und dem Gefühl, Zuhause angekommen zu sein. Genau das war und ist es bis heute! Viele Potterheads sprechen davon. Ich kann nur von mir sprechen, aber sobald ich Harry Potter lese, breitet sich in meinem Inneren ein wohlig-warmes Gefühl aus, ich kann mich fallen lassen und verspüre keinen Kummer. Dass eine Geschichte in einem Menschen so etwas auslösen kann, war mir bis dahin völlig neu. Also inhalierte ich jedes Wort, baute die tollsten Bilder in meinen Gedanken und legte das Buch nicht mehr beiseite. Schwuppdiwupp war Band Vier durchgelesen und ich war einfach baff. So ein intensives Lesegefühl zu erleben, weckte in mir den sehr sehr dringenden Wunsch, Harrys Geschichte weiter zu verfolgen.
Kleine Info am Rande: ich konnte Band Vier wahrscheinlich nur deshalb verstehen, da ich die ersten drei Filme bereits gesehen hatte 😉
Weiter im Text… Da ich Band Zwei bereits Zuhause hatte, schnappte ich mir diesen und sog ganz tief jede Zeile der Geschichte in mich ein. Aber auch dieser Band war schneller gelesen, als mir eigentlich lieb war. Also nahm ich mein Taschengeld und hüpfte auf mein Fahrrad, fuhr in die Greifswalder Innenstadt und kaufte mir Band Eins, Drei und Fünf in der Buchhandlung. Stolz radelte ich mit einem Fahrradkorb voller Bücher nach Hause. Daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Das Geld, das ich für diese drei Bände ausgab, war damals eine Menge für mich. Nichtsdestotrotz freute ich mich wahnsinnig und wollte so schnell wie möglich mit Band Eins starten. Danach folgten Band Drei und Fünf. Dann musste ich warten… gefühlt zwölf endlose Jahre in Askaban… aber endlich war er da, der 1. Oktober 2015. Hibbelig wie ich war, bestellte ich mir natürlich „Harry Potter und der Halbblutprinz“ vor und holte ihn direkt am Erscheinungstag aus der Buchhandlung ab. Innerhalb von drei Schultagen las ich den sechsten Band durch, bis mir abends meine Augen zufielen. Direkt nach dem Lesen stand für mich fest: Band Sechs war der bisher herausragendste Band dieser Reihe. Einziger Wehrmutstropfen: Ich spoilerte mich doch tatsächlich vor dem Lesen bezüglich Snapes Handlung in der Bravo. Na bravo :-D! Sehr ärgerlich! Das tat dem Lesevergnügen jedoch keinerlei Abbruch! In den nächsten zwei Jahren sammelte sich allerhand Merchandise an, die Filme wurden exzessiv geschaut und ich zermarterte mir den Kopf über den möglichen Ausgang. Dann war der Tag gekommen. Der Tag, auf den ich lange gewartet hatte. Den ich herbeisehnte und gleichzeitig fürchtete. Der Erscheinungstag des letzten Harry Potter-Bandes. Am 27. Oktober 2007 holte ich den Abschlussband meiner Herzensgeschichte aus der Buchhandlung ab, legte mich in meinem Zimmer aufs Bett und begann zu lesen. Ich las und las und wollte es nicht enden lassen. Zugegeben gefielen mir damals einige Passagen nicht so gut wie beim Vorgängerband und auch das Ende war nicht ganz so überraschend, wie ich es mir vielleicht wünschte. Jedoch waren auch die „Heiligtümer des Todes“ keineswegs eine Enttäuschung. Nein. Band Sieben war einfach wundervoll und auch wenn es jetzt im ersten Augenblick nicht so klang… ich war rundum verliebt. Die letzten Worte zu lesen, fiel mir allerdings recht schwer. Ich wollte nicht, dass die Geschichte endet. Doch es war keineswegs ein Lebewohl, vielmehr ein auf Wiedersehen. Harry war frei, die ganze Zaubererwelt war frei und so musste ich ihn ziehen lassen. Aber hey, ich konnte immer und immer wieder von neuem in die Geschichte eintauchen und das heilte mein angepiekstes Herzchen <3

Über die letzten Jahre machte ich immer wieder einen Abstecher nach Hogwarts, trank ein Butterbier mit Harry und lernte, wie man den Tod verkorkt. Ich kann einfach nicht in Worte fassen, wie viel mir diese Romane bedeuten. Sie halfen mir in einer sehr schweren Zeit meines Lebens niemals die Hoffnung zu verlieren und boten mir einen Rückzugsort. Während ich diese Zeilen schreibe, verknotet sich mein Magen und der Kloß im Hals will nicht kleiner werden. Wahrscheinlich können nicht viele Menschen verstehen, wie man eine erdachte Geschichte und ihre Charaktere so sehr lieben kann. Das interessiert mich allerdings nicht. So wie meine Königin Joanne Kathleen Rowling einst sagte: „All these people saying they never got their Hogwarts letter: you got the letter. You went to Hogwarts. We were all there together.“
Mich selbst hat seither nie wieder eine Geschichte so sehr berührt und in ihren Bann gezogen. Sie zeigte mir die Schönheit geschriebener Worte erst richtig auf und gab mir sehr viel mit auf meinen Lebensweg.
Jedem, der Harry Potter noch nie gelesen hat, möchte ich sagen, dass ihr diese Geschichte auf eigene Gefahr lesen müsst. Ihr werdet höchstwahrscheinlich danach niemals wieder etwas Vergleichbares finden!

In diesem Zuge auch ein herzliches Danke an den Carlsenverlag. Dafür, dass durch euch diese Reise auf Deutsch erlebt werden durfte. Danke auch für die Neugestaltung meiner liebsten Buchreihe und das Rezensionexemplar des ersten Bandes! Jeder einzelne Band ist einfach traumhaft schön geworden <3